Ein Schritt ins Offene – Mein erstes Romanmanuskript ist eingereicht
Heute ist ein Tag, den ich nicht so schnell vergessen werde. Nach Monaten des Schreibens, Zweifelns, Hoffens, Streichens und Wiederfindens habe ich mein erstes vollständiges Romanmanuskript eingereicht.
Ich habe auf „Senden“ geklickt – und damit nicht nur ein Dokument verschickt, sondern ein Stück von mir. Eine Geschichte, die sich langsam durch mich hindurch geschrieben hat, Seite für Seite.
Es ist mein erstes Mal in dieser Form. Mein erster Roman. Und ich habe lange gezögert, bevor ich mich überhaupt traute, ihn so zu nennen. Jetzt aber liegt er da, vollständig – bereit zur Prüfung, zum Wachsen, zum Flüstern in anderen Köpfen als meinem eigenen.
Ich habe mir vorgenommen, das „Netzwerk der Vielfalt“ nicht nur als Idee zu erzählen, sondern als fühlbares Gewebe aus Stimmen, Erinnerungen, Entscheidungen und Verlusten. Dieses Buch ist nicht linear – es ist verwoben. Figuren, die sich verlieren. Räume, die erinnern. Rituale, die alte Wunden aufreißen. Und dazwischen: die Frage, was Wahrheit eigentlich bedeutet.
„Vielleicht ist eine Geschichte nicht das, was du erzählst – sondern das, was dich beim Erzählen verändert.“ Dieser Satz hat mich beim Schreiben begleitet. Und heute, wo ich loslassen muss, spüre ich ihn mehr denn je.
Ich bin gespannt auf das Feedback meines Lektors. Es wird mich fordern, vielleicht erschüttern, aber vor allem: weiterbringen. Denn das hier ist nicht das Ende. Es ist der Übergang. Vom Schreiben ins Teilen. Vom Alleinsein mit der Geschichte zum Gespräch über sie.
Und falls du selbst gerade schreibst, kämpfst, zweifelst: Lass die Geschichte dich formen. Sie weiß manchmal mehr über dich, als du über sie.
Herzlich
Nikola Lysander
28.03.2025